28.02.2025

Habt Ihr euch auch schonmal gefragt, wie sich die vielen Vereine die im Kölschen Fastelovend bei den Karnevalszügen mitgehen, darauf so vorbereiten?

Wir nehmen euch hier mal mit auf unsere Reise von Motto-Findung über Kostümvorbereitungen bis hin zur letzten Woche vor unserer Teilnahme an den Schull- und Veedelszöch 2025.

Wir sind dieses Mal später gestartet als sonst: Manchmal spielt das Leben eben nicht so wie man will und es geht nicht alles so glatt, wie man sich das wünscht.

Nachdem wir einige ernstere Krankheitsausfälle in unseren Reihen hatten – dabei Vereinsmitglieder und Wegbegleiter, die sich teils seit Jahren intensiv in die Karnevalsvorbereitungen eingebracht hatten – haben wir erst im November richtig in die Vorbereitungen einsteigen können.

Aber wir haben schnell ganz schön an Fahrt aufgenommen und aufgeholt – haben in November und Dezember zwei bis drei Mal wöchentlich die Köpfe zusammengesteckt, um Motto und Kostüm für unseren Verein zu finden und auch erste Möglichkeiten der Umsetzung auszuprobieren.

November 2024 | Die Motto-Findung

Das Sessions-Motto: „FasteLOVEend – wenn Dräum widder blöhe“ hatte uns sofort begeistert und schon beim ersten Brainstorming ging das wilde Spiel mit Assoziationen in der Gruppe bereits los.

Wie in jedem Jahr, in dem wir bei den Schull- und Veedelszöch dabei sind, versuchen wir Verbindungen zwischen der Aussage des Sessions-Mottos und unserem Vereinsthema „Europa“ zu finden.

Das fällt eigentlich nie wirklich schwer, weil das Sessions-Motto ja auch meistens einen Kerngedanken von Gemeinschaft, Zusammenhalt, Vielfalt in sich trägt – und das ist es auch was uns immer, immer, immer umtreibt – dieses Jahr mehr denn jemals zuvor! – auch wenn wir das nun auch schon seit Jahren immer wieder sagen – aber es wird leider auch von Jahr zu Jahr schwieriger mit dieser unserer Welt und eben auch mit unserem Zusammenhalt in Europa!

Bislang versuchen wir immer, möglichst viele Vereinsmitglieder, potentielle Teilnehmer/innen und Interessierte an unserer Motto-Findung und der Kostüm-Findung zu beteiligen – ganz demokratisch – auch wenn es dadurch manchmal länger dauert und viele Gespräche braucht. Demokratie (auch im Kleinen) ist halt auch immer mal mühsam.

Die Gespräche über unser mögliches Motto drehten sich, kurz zusammengefasst, um folgende Gedanken:

Es ist seit Jahren frustrierend zu hören, wie unser friedliches Europa von vielen Seiten als Selbstverständlichkeit hingenommen wird und zugleich von immer mehr Seiten regelrecht kaputt geredet wird.

Es ist besonders beängstigend zu beobachten, in welcher Geschwindigkeit zuletzt, antidemokratische Kräfte von innen und außen, versuchen, die europäische Gemeinschaft zu spalten.

Wir waren uns als Gruppe einig: Es braucht wieder die Vision, den Glauben, den Traum, dass wir als europäische Gemeinschaft aufblühen können, wenn wir nur zusammenhalten – oder andersrum, wir können NUR dann erblühen, wenn wir zusammenhalten, uns nicht spalten lassen und uns auf unsere gemeinsamen Werte besinnen!

Dabei haben wir uns offensichtlich und gar nicht zufällig von der Vision eines unermüdlichen Optimisten und Kämpfers für Freiheit und Gleichheit inspirieren lassen, der in den dunkelsten Stunden daran geglaubt hat, dass eines Tages, zumindest für seine Kinder, eine bessere Welt möglich sein wird – Martin Luther King: „I have a dream…“

Unser Motto war gefunden: „Mer han ene Draum – Europa erblüht!“

November + Dezember 2024 | Kostüm-Findung

Bei unseren gemeinsamen Gesprächen zu unserem Kostüm für die Schull- und Veedelszöch, spielte natürlich die ganze Zeit die aktuelle weltpolitische Lage und unsere bundespolitische Situation eine große Rolle. In den USA wurde Trump wiedergewählt und zugleich zerbrach in Deutschland unsere Regierungskoalition und der Kanzler wollte die Vertrauensfrage stellen, um Neuwahlen zu ermöglichen. In vielen Ländern, auch in Europa, auch in Deutschland, war deutlicher denn je ein „Rechtsruck“, ein Erstarken von rechtsnationalen Parteien zu beobachten, waren Äußerungen von teilweise faschistischem Gedankengut und ein entsprechender Jargon immer häufiger offen zu hören.

Alle unsere Vereinsmitglieder und der Kreis unserer regelmäßigen Mitstreiter/innen sind in irgendeiner Weise, oft mehrfach, bürgerschaftlich engagiert und haben sich in dieser schwierigen Zeit weiter für ihre verschiedenen Projekte der Demokratieförderung eingesetzt.

Zur gleichen Zeit haben wir gemeinsam unser Kostüm für die Schull- und Veedelszöch weiterentwickelt und es war klar, dass die demokratischen Werte und Errungenschaften, auf denen unsere europäische Gemeinschaft aufgebaut ist, bei unserem Kostüm eine wichtige Rolle spielen müssen!

Wir wollten die Besucher/innen und Zuschauer/innen der Schull- und Veedelszöch mit unserem Beitrag daran erinnern, dass uns diese gemeinsamen Werte einst zu einer vielfältigen und starken Gemeinschaft gemacht haben, die nun schon lange in Frieden miteinander lebt und in der Gleichberechtigung, Wohlstand,
Bildung nur einige der vielen wichtigen Menschenrechte sind, auf die sich jeder verlassen kann.

Es wurde intensiv darüber gesprochen, welche „Werte“ denn nun beim Kostüm unbedingt sichtbar gemacht werden sollten und wie und in welcher Form überhaupt?
Wir waren bald der Meinung, dass alle Werte eine so bedeutsame Rolle spielen, dass sie auch alle gezeigt werden müssen – auch wenn das sehr viel mehr Arbeit bedeutete.

Es wurden dann schließlich 14 europäische Werte – keiner war verzichtbar, alle waren gleich wichtig, sie sollten alle im Schull- und Veedelszug zu sehen sein:

  • Frieden
  • Freiheit
  • Demokratie
  • Menschenwürde
  • Vielfalt
  • Bildung
  • Soziale Gerechtigkeit
  • Rechtsstaatlichkeit
  • Miteinander
  • Gleichstellung
  • Toleranz
  • Wohlstand
  • Sicherheit
  • Menschenrechte

Es lag zudem auf der Hand, dass Blumen eine große Rolle bei unserem Kostüm spielen würden – wie wohl bei den meisten Teilnehmenden in diesem Jahr.

Karneval ist ein Fest der Farben, der Freude und Gemeinschaft – also sollten die Blumen, die Blüten so bunt und vielfältig sein wie es nur geht.

Aber wie sollten wir die Träume, den Traum visuell umsetzen?

Wie sollte man all dies zusammenbringen und in ein Kostüm umsetzen?

Stück für Stück kamen wir der Umsetzung unseres Mottos in ein Kostüm näher, bis wir schließlich die grundsätzliche Kostümidee zusammen hatten:

Die Idee von einem Europa das erblüht, wenn man sich gut darum kümmert – ganz so wie beim Gärtnern – wenn man die zarten Pflänzchen hegt und pflegt, dann gehen daraus die schönsten Blüten hervor und werden zu prachtvollen Blumen.

„Wir träumen von einem Europa, das in vielfältigsten Farben und Formen zu voller Pracht erblüht. Unsere europäische Gemeinschaft bietet dabei die fruchtbare Erde und unsere gemeinsamen Werte sind die Samen, die diese Blüten hervorbringt.“

Wir haben seit Jahren einen Kostümbestandteil, den wir immer wiederverwenden, sozusagen recyclen, der immer in irgendeiner Form bei unseren Kostümen auftaucht und das ist die europäische Flagge – als Symbol für unser Europa. Unser „Flaggenkostüm“, mit den gelben Sternen auf blauem Grund, sollte auch dieses Mal wieder das Grundgerüst unseres Kostüms sein. Für alle neuen Teilnehmer/innen wurden neue Flaggenkostüme genäht, denn jeder soll sein eigenes Flaggenkostüm haben und es auch für die Zukunft behalten um es auch an anderen Stellen, wie z.B. den bitternötigen Demos dieser Tage wieder anziehen zu können, um überall „Flagge für Europa“ zeigen zu können. Also ist immer irgendwer damit beschäftigt, neue Flaggenkostüme für die Neuzugänge zu nähen.

Alle Teilnehmer/innen die schonmal beim Schull- und Veedelszug dabei waren, nutzen ihr bereits vorhandenes Flaggenkostüm aber immer wieder.

Die fruchtbare Erde sollte durch einen großen Blumentopf visuell dargestellt werden, den wir in irgendeiner Form tragen würden.
Es wurden verschiedene Möglichkeiten dabei durchgespielt, Material zur Probe besorgt und ausprobiert:

Laubsammelbehälter als „Topf“? Leicht und günstig, aber doch viel zu schmal. Schaumstoffe in verschiedenen Stärken um einen „Topf nachzubilden“? – Vielleicht möglich, aber dann doch zu füddelig und man müsste wieder mit anderem Material verstärken.

Oder doch das neuartige Polyschaum-Material das man in alle gewünschten Formen bringen kann? Oder große Mörtelwannen aus dem Baumarkt?

Am Ende wurde es dann doch der große Plastiktopf – ein richtiger originärer Pflanzentopf aus dem Gartencenter. Es würde der Boden des Topfes ausgesägt werden und er sollte mit blauen Tragegurten ausgestattet werden, in etwa wie Hosenträger. So könnte man in den Topf einsteigen und ihn dann wie einen weiten Rock um die Hüften tragen.

Die europäischen Werte, sollten symbolisch der Samen sein, der das blühende Europa hervorbringt.

Wie sollten diese Werte sich konkret im Kostüm wiederfinden?

In Worten, also in Begriffen, die auf die Pflanzentöpfe gemalt werden?

Oder wäre es möglicherweise besser, diese Begriffe bildlich umzusetzen – vielleicht in Form von Spielkarten oder Piktogrammen?

Praktische Umsetzbarkeit und gute Sichtbarkeit im Zug waren dabei in den Diskussionen die schlagenden Argumente. Schließlich haben wir uns gemeinsam für die Begriffe entschieden.

Als Trägermaterial für die Kopfbedeckung, aus der die Blüten hervor“wachsen“ sollten, haben wir auch allerlei erörtert und ausprobiert: Mützen, Hüte, Haarreife, Gestelle aus Draht.

Letztendlich hat sich eine Perücke als die effektivste und am besten umzusetzende Lösung durchgesetzt.

Ausschlaggebend war dabei, dass die Blüten beim Zug weithin sichtbar sein sollten und gut und sicher befestigt werden können sollten.

Es wurden verschiedene Perücken-Modelle zur Probe bestellt, da ja alle einen unterschiedlich großen Kopf haben und schließlich wurde ein Modell gefunden, das sehr hoch aufgebaut ist und auch allen passte.

An diese Perücke als Trägermaterial sollten die Blüten befestigt werden und die Perücken zur besseren Standfestigkeit ausgestopft werden.

Die Blüten/Blumen sollten auf jeden Fall von uns auch selber gebastelt werden – so viel war klar – denn wir würden viele davon brauchen und diese zu kaufen wäre viel zu teuer.

Schließlich dachten wir, sind wir ja handwerklich und handarbeitstechnisch nicht ganz ungeschickt…

Januar + Februar 2025 | Kostümumsetzung, Basteln und Nähen

Seit Anfang Januar kamen nun die Teilnehmer/innen wirklich jedes Wochenende samstags und sonntags zusammen! Nachdem sich die innenpolitische Lage zugespitzt hatte, haben wir uns zudem, vor unseren Bastelterminen, mit tausenden anderen Mitmenschen bei großen Demonstrationszügen für die Demokratie stark gemacht. Getreu dem Motto: nach dem Zug ist vor dem Zug!

Wir hatten generell viele Termine ermöglicht, bei denen unsere Teilnehmer/innen am Kostüm basteln konnten und sich dabei gegenseitig unterstützt haben. Diejenigen die besser in Handarbeitsdingen waren, wie z.B. Nähen und Basteln haben einfach für andere Teilnehmer/innen Blüten mitgestaltet und diese haben dann wiederum ihre Fähigkeiten woanders eingebracht.

Diverse Möglichkeiten der Umsetzung unserer Kostümidee wurden seither, wie bereits beschrieben, ausprobiert und seit wir uns auf eine grundsätzliche Vorgehensweise und das Material festgelegt hatten, wurde gesägt, genäht, gedrahtet, geklebt, gezwirbelt, getackert, gesprüht was das Zeug hält…

Wir haben Tüllstoffe in den buntesten Farben gekauft und uns in Bastelgruppen damit ausprobiert. Es wurden die verschiedensten Techniken versucht: Servietten-Falt-Technik, Raffungen, „Knödel“-Technik und mit Draht zum Stand bringen, „Layering“ und so weiter und so weiter. Bald hatten einige den Dreh raus, andere wiederum haben gehofft, sie dürften sich bald an anderer Stelle einbringen und müssten sich nicht mehr wie im Handarbeitskurs in der Schule fühlen…

Bald war auch klar, dass der Tüll unser knappes Budget auffressen würde, denn um weithin sichtbar zu sein, musste er drei- bis vierfach gelegt werden. Es musste also eine Alternative her und die war Gott sei Dank schnell gefunden. Aus dem Freundes- und Bekanntenkreis bekamen wir großzügige Stoffspenden in den tollsten Farben und Materialien und das Herstellen von Blumen und Blüten konnte weitergehen.

Leider musste dabei wiedermal eine neue Technik her, da der Stoff nicht so verarbeitet werden konnte, wie zuvor der Tüll. Mit intensiver Internet-Recherche und guten Tipps von nähbegabten Mitmenschen hatten wir aber auch dafür bald eine gut umsetzbare Technik parat und haben uns weiter ans Werk gemacht.

Die Pflanzentöpfe wurden parallel dazu von einigen handwerklich geschickten Mitstreitern vorbereitet. Dazu wurden die Böden ausgesägt und am oberen Rand je vier große Schlitze vorgebohrt und vorsichtig ausgesägt, um die blauen Tragegurte hindurchzuführen.

Jede Person bekam ihren individuellen Topf – er wurde mit den Gurten auf die entsprechende Körpergröße angepasst, damit man gut damit laufen kann, aber auch genauso gut in die Büggel greifen kann, um während des Zugs an das Wurfmaterial zu gelangen.

Ein Unterstützer aus unserem Umfeld hat sich dann über viele Abende die Mühe gemacht, Schablonen-Vorlagen am Computer zu entwerfen für die Begriffe, die auf die Töpfe lackiert werden sollten. Diese ausgedruckten Begriffe wurden dann sorgsam auf einem Holzbrett mit einem Teppichmesser zu Schablonen ausgeschnitten, die Schablonen dann auf den Töpfen platziert, fixiert und mit verschiedenen hellen, gut sichtbaren Lackfarben aufgesprüht.

Die extreme Kälte Mitte Februar machte es aber unmöglich, die Lacke vernünftig aufzutragen – trotz der wunderbaren Schablonen, verlief der Lack auf den Kunststoff-Töpfen, weil es schlicht draußen zu kalt war. Also mussten alle großen Pflanzentöpfe aus unserem Basislager zu jemanden privat nach Hause transportiert werden, um sie dort in einem trockenen Keller über mehrere Abende zu besprühen und zum Trocknen auszulegen.

Apropos Basislager: Wir hatten das große Glück, dass wir das Büro eines anderen Vereins über die gesamte Zeit für all unsere Aktivitäten nutzen durften. Wir konnten dort zwar viele unserer Materialien und halbfertigen Bastelarbeiten belassen, aber dennoch war es eine logistische Herausforderung, ständig Material in allen Größen und Formen von A nach B zu transportieren und sicherzustellen, dass immer auch all das dort vorhanden war, was man gerade so benötigte, um die einzelnen Bastelschritte voranzutreiben und abzuarbeiten. Es wurden große Mengen an Material lediglich mit Fahrrädern und Anhängern und/oder in Riesentaschen, Koffern und Rucksäcken in der KVB quer durch Köln hin und her geschleppt. Wir können mit Stolz sagen, dass wir tatsächlich nur zweimal Material mit dem Auto transportiert haben – in 4 Monaten.

Alle Teilnehmer/innen haben dann ihre selbstgestalteten, liebevoll gebastelten Blüten an ihre Perücken genäht und so sind alle Kostümbestandteile Stück für Stück zusammengefügt worden bis schließlich alles fertig war.

Wir haben tatsächlich oft vergessen, Fotos zu machen, weil wir so beschäftigt waren, unsere Blüten herzustellen, unsere Töpfe zu besprühen und vieles mehr. Meistens haben wir erst hinterher wieder daran gedacht, dass wir den Prozess auch hätten dokumentieren können.
Wir denken, man kann aber die einzelnen Schritte dennoch gut nachvollziehen und man sieht deutlich, dass es bei uns auf jeden Fall sehr bunt zugegangen ist dieses Jahr.

Als dann alles fertig war, haben wir uns sehr darauf gefreut, unsere Kostüme endlich am Karnevalssonntag bei den Schull- und Veedelszöch in Köln mit der Öffentlichkeit teilen zu können und waren mindestens genauso gespannt auf die Kostüme all der anderen Vereine und Schulen.

Ach und „so ganz nebenbei“ haben wir für die Session 2025 gemeinsam auch noch einen Teil unseres Wurfmaterials selbstgebastelt.

Passend zum Sessionsmotto 2025: „FasteLOVEend – wenn Dräum widder blöhe“ und unserem Motto: „Mer han ene Draum – Europa erblüht!“, haben wir als Wurfmaterial viele Tausend Tütchen mit Blumensamen gepackt.

Eine liebe Unterstützerin unseres Vereins ist Graphikdesignerin und hat passend zu unserem Motto einen wunderschönen Papierreiter gestaltet, der unser Motto und unser Vereins-Logo einfach superschön eingefangen und zum Ausdruck gebracht hat.

In vielen gemeinsamen Stunden haben alle Teilnehmer/innen unseres Zuges dann 30 kg bienenfreundlichen Blumensamen in kleine Tütchen verpackt und mit den Papierreitern verbunden.

Fertig waren gut 12.000 traumschöne Blumensamen-Päckchen, die wir im Schull- und Veedelszug und im Südstadtzug unter den Zuschauern verteilt haben – denn auf den Karneval folgt ja auch gleich der Frühling – was für ein Timing.

Es muss hier mal deutlich hervorgehoben werden, dass die Teilnahme an einem Karnevalszug – sei es der Schull- und Veedelszug, der Rosenmontagszug oder der Südstadtzug, nicht möglich wäre, ohne die Unterstützung vieler toller Menschen.

Nicht nur die Teilnehmer/innen der Karnevalszüge, die ja ohnehin schon ganz viel Zeit in die Sache investieren, sondern auch viele andere Unterstützer unseres Vereins, erbringen kostenlose Leistungen, investieren ihre wertvolle Freizeit oder spenden Geld und Sachleistungen, um die Zöch auf die Beine zu stellen – Jahr für Jahr – immer wieder. All diesen Ehrenamtlichen, Freiwilligen und Freund/innen unseres Vereins gebührt unser ganz herzlicher Dank!

12.10.2020

Liebe Jeck op Europäer*innen,

es hatte sich schon abgezeichnet: Die Preisverleihung des Colours of Europe Award 2020 in Berlin hat am gestrigen Tag nicht stattgefunden. Wir hatten uns sehr darauf gefreut, aber auch hier hat das Corona-Virus zugeschlagen.

Es gibt dennoch keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Der Vereinsvorsitzende des auslobenden Vereins Tu was für Europa e.V., Martin Schulz MdB, hat in einem Telefonat mitgeteilt, dass er uns den Preis im Rahmen eines kleinen Empfangs persönlich in Köln überreichen will, sobald es wieder möglich sein wird. Wenn es ihre Zeit zulässt, wird die Schirmherrin des Vereins, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, ebenso dabei sein.

Wir freuen uns jetzt schon und informieren euch, sobald wir mehr wissen!

Bis dahin alles Gute und viele Grüße

Der Vorstand

01.07.2020

Colours of Europe Award 2020 für Jeck op Europa e.V.

Unser gemeinsames Engagement für Europa ist auch außerhalb Kölns nicht unbemerkt geblieben.

Dieser Europa-Preis wurde erstmalig vom Verein Tu was für Europa e.V. ausgelobt mit dem Ziel die besten Ideen zu finden, die Europa vor Ort erlebbar machen und zum Nachahmen anregen.

Jeck op Europa e.V. hat nun den Colours of Europe Award in der Sonderkategorie Bürgerschaftliches Engagement gewonnen!

In dieser Sonderkategorie für Organisationen wird ein Projekt einer gemeinnützigen Organisation prämiert, die vor allem in einer bestimmten Region wirksam ist und sich dort beispielhaft für die europäische Idee einsetzt.

Der ehemalige EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, Vereinsvorsitzender von Tu was für Europa e.V. betonte die Wichtigkeit des Preises:

Die Idee von Europa lebt durch das Engagement der Menschen vor Ort. Nur wenn Europa auch erlebt wird, wird es dauerhaft bestehen können. Genau dieses Engagement vor Ort zeichnet unser Preis aus. Gerade jetzt, einen Tag vor Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, ist dies ein wichtiges Zeichen.“

Zur Begründung der Jury in Bezug auf die Auszeichnung unseres Projektes heißt es:

Die engagierten Menschen von Jeck op Europa übertragen ihre Europa-Begeisterung auf ein zweites Herzensthema: den kölschen Karneval. Sie erreichen Menschen mit dem Thema Europa, wo sie normalerweise nicht damit in Kontakt kommen würden, und verbreiten so die Botschaft: Europa ist vor Ort.“

Der Verein Tu was für Europa e.V. war im vergangenen Jahr von Martin Schulz und einigen Mitstreitern im Zuge der Europawahl gegründet worden um, unter dem Motto „Wir dürfen Europa nicht denen überlassen, die es abschaffen wollen“ dazu aufzurufen, sich für die gemeinsamen Werte und den Zusammenhalt auf dem Kontinent zu engagieren.

Wir von Jeck op Europa e.V. freuen uns außerordentlich über die Auszeichnung und die damit verbundene Anerkennung unseres gemeinschaftlichen Engagements für Europa!

Der Preis ist für uns alle ein Ansporn, auch weiterhin sichtbar und hörbar zu bleiben für ein Europa, wie wir es uns für alle Mitbürger*innen wünschen – offen, divers, sozial, friedlich, demokratisch!

Die feierliche Auszeichnung findet im Rahmen der nachgeholten Europatag-Feier von Tu was für Europa am 11. Oktober 2020 in Berlin statt.

Schaut doch gerne mal auf der Homepage www.tu-was-für-Europa.de vorbei und erfahrt noch mehr…

Christina Lang
(Vorsitzende, Jeck op Europa e.V.)

Bild: Tu was für Europa e.V. (Ausschnitt), 2020

16.03.2020

Liebe Jeck op Europäer*innen,
liebe Freund*innen,
liebe Interessierte,

überrollt von dem Ausbruch des Coronavirus, das uns dazu zwingt, die Auszeit länger werden zu lassen als uns lieb ist, ist die Ansprache von Frau von der Leyen an die EU-Mitgliedsstaaten gegen einseitige Einreiseverbote und Grenzschließungen und für mehr Solidarität untereinander ein richtiger Appell: https://www.wochenblatt.de/news-stream/deutschland-welt/artikel/319783/von-der-leyen-kritisiert-einseitige-reisebeschraenkungen-wegen-corona.

Seid wachsam und besonnen, achtet auf Mitmenschen, die Hilfe benötigen und lasst uns als starke solidarische Gemeinschaft aus dieser Ausnahmesituation hervorgehen.

Wir dürfen allerdings – trotz Coronavirus – nicht vergessen, was gerade an Europas Außengrenzen los ist: Mit brutaler Gewalt werden elementare Grundrechte außer Kraft gesetzt und das ist nicht das Europa, für das wir auf die Straße gehen!!

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-brutale-gewalt-europas-rechtsbruch-an-der-aussengrenze-100.html

Wir wollen ein Europa mit Herz und werden uns dafür stark machen!

Der Vorstand

03.03.2020

Liebe Jeck op Europäer*innen,
liebe Freund*innen,
liebe Interessierte,

die Karnevalstage liegen nun hinter uns, in denen wir bei Regen und Sonnenschein aktiv für Europa auf die Straße gegangen sind. Es war ein tolles, gemeinsames Erlebnis, und viele Europa-Fähnchen und Buttons haben den Weg in so manche Büggel gefunden! Nun wollen wir kurz durchatmen, bevor wir uns erneut zusammensetzen und uns Gedanken über die Session 2021 machen. Das nächste Vereinstreffen findet zeitnah im Café Central (Jülicher Straße 1/Ecke Lindenstraße), 18:00 Uhr statt; nähere Infos folgen.

Der Vorstand

Wir sind der Karnevalsverein für Europa

Schull und Veedelszoch-2019

Schull und Veedelszöch-2019

Nach dem großen Erfolg in den Schull- un Veedelszöch 2019, wo die Leuchttürme von Pulse of Europe im Hinblick auf die Europawahl im Mai 2019 mit Licht und Zuversicht für Europa geworben haben, sind wir in dieser Session erneut dabei, allerdings unter anderem Namen, im eigenen Karnevalsverein!

Als Kind von Pulse of Europe wurde am 20. August 2019 „Jeck op Europa“ e.V. gegründet.

Erfahre mehr über uns

Nächste Veranstaltungen